Bartolomäus
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Zu sehen sind 13 Stuhlsessel in einer Reihe, leer und verlassen – Vergangenheit.

Der Namen des Jüngers, dem der Stuhlsessel zugeordnet ist, steht am oberen Bildrand, (Simon, Matthäus, Paulus usw.)

Unter dem Stuhlsessel ist eine Codierkarte und ein Spiegel angebracht.

Die erste Nummer auf der Codierkarte, 1, 5, oder 12 usw. haben Bezug auf die Abendmahldarstellung von Leonardo da Vinci.

Die Reihenfolge, die Sitzordnung ist identisch mit diesem Werk.

Der Spiegel symbolisiert die Gegenward, der Spiegel reflektiert den Moment. Der Betrachter kann sich in dem Spiegel sehen, er wird Bestandteil des Bildes: Jeder kann Andreas, Paulus oder Judas sein.

Christus in der Mitte hat keinen Spiegel – kein Mensch kann Jesus sein. Dafür befindet sich unter seinem Stuhlsessel ein Blutfleck, er ist das Zeichen für das Sterben (ausbluten).

Die Codierkarte ist das Symbol für die nummerierte Persönlichkeit in der Zukunft. Auflösung der Individualität – nur noch eine Nummer – heute schon: Scheckkarte, Kundenkarte usw.

Die Codierkarten sind mit phosphorisierender Farbe gemalt. Löscht man das Licht, leuchten die Codierkarten und sind einziger Bestandteil der Malerei. Die Nummerierung bleibt Hinweis auf die Person.

Die Leuchtkraft läßt langsam nach, bis sie ganz verblaßt, Ende – ENDZEIT.

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